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Westerwald – Wandermagazin 211

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Schatztruhe Westerwald – Willkommen bei den Basaltköppen. Der Natur, den Höhen und Traditionen des Westerwalds ist Autor Merlin Kiesel nachgegangen und fand dabei jede Menge Wanderbares.

REGIOPANORAMA I

REGIOPANORAMA I SCHATZTRUHE WESTERWALD ROM, STEINE, SCHERBEN im Kannenbäckerland Im Süden des Westerwalds nahe Koblenz befindet sich das Kannenbäckerland mit den Gemeinden Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach. Die Region hat sehr alte Traditionen und eine Geschichte, die noch älter ist als der römische Limesbau. Die Tradition, die das Kannenbäckerland international bekannt gemacht hat, ist die Keramikproduktion. Schon im Namen findet sich die Tätigkeit der Handwerker, die hier einst Kannen und andere Gefäße buken. Kein Wunder, denn in der Region findet sich das größte Tonvorkommen Europas. Die Caaner Schweiz bei Nauort © Mantomedia Die jährliche Töpfermeisterschaft in Höhr-Grenzhausen © KTS Bild oben: Das Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen © Matthias Brand TON GIBT DEN TON AN Das Gewerbe mit Ton ist im Kannenbäckerland seit dem 15 Jh. schriftlich belegt. Im 17 Jh. boomte dann der Verkauf des klassischen blau-grauen Westerwälder Steinzeugs entlang des Rheins. Noch heute ist die Keramikindustrie im unteren Westerwald aktiv. Von traditionellem Töpferhandwerk über Nutzkeramik bis hin zu keramischen Kunstobjekten finden sich Zweige der Arbeit mit dem „weißen Gold“ im Kannenbäckerland. Neben diversen Veranstaltungen und Töpfermärkten über das Jahr, lohnt sich ein Besuch des Keramikmuseums Westerwald, um einen ausführlichen Einblick in Kultur und Geschichte der Keramik zu erlangen. Limesturm bei Hillscheid © Förderkreis Limes Wer die Landschaft kennenlernen möchte, in der sich diese Industrie entwickelte, begibt sich auf einen der zahlreichen Wanderwege in der Region. Auf den Spazierwanderwegen, die in einer kostenfrei auf der Website herunterladbaren Broschüre en détail vorgestellt werden, kann man sich auf die Spuren der Römer begeben, erfährt noch mehr über die Keramikinfrastrukturen, oder man taucht ein in die unberührte Natur des unteren Westerwalds. Immer wieder geht es durch die dichten Wälder zu weiten Panoramen von den Wäller Höhen und zu interessanten Zeugnissen der Wäller Geschichte. Die Nähe zum Rhein und zu Koblenz mit dem Deutschen Eck am Zusammenfluss von Rhein und Mosel ermöglichen vom Kannenbäckerland aus noch mehr spannende Ausflugsziele und Wanderungen. (mk) INFO: WWW.KANNENBAECKERLAND.DE 18 WANDERMAGAZIN Sommer 2021

TOURENTIPP GEOROUTE „VOM TEUFELSBERG ZUR CAANER SCHWEIZ“ Rundwanderung • Gesamtlänge: 13,1 km, ca. 3 Std. Höhenmeter: pq je 346 m • Schwierigkeit: m 300 250 200 150 100 km 2 4 6 8 10 12 S Vom Parkplatz nahe der Kirche in Nauort führt die Georute am Ortsrand an der Grube Rainstück vorbei, wo der so wichtige Ton abgebaut wurde. Dann geht es weiter in den dichten Wald. Stetig bergab trifft der Weg bald auf einen kleinen Waldsee. Dahinter geht es auf einem Trampelpfad scharf nach links und bergan auf den Pfahlberg. Nach Süden hin führt die Georoute ins Brexbachtal. Markante Felsen prägen das Tal und bieten Einblicke in die Geologie des Westerwalds. Am Aussichtspunkt auf dem Teufelsberg erläutert eine Informationsstele die Geologie und die Rohstoffe der Region. INFO Kannenbäckerland-Touristik-Service Lindenstr. 13, 56203 Höhr-Grenzhausen Tel. 02624/1 94 33, hg@kannenbaeckerland.de www.kannenbaeckerland.de START/ZIEL: Sportplatz, 56237 Nauort AN-/ABREISE PKW: A3 AS Ransbach-Baumbach, Richtung Stadtmitte Ransbach-Baumbach. Wegweisungen nach Nauort Parken: Kostenfrei am Startpunkt ÖPNV: Von Koblenz Hbf mit Bus 319 nach Weiherplatz, Nauort MARKIERUNG: Grünes Logo Georoute ERLEBNISPROFIL Teufelsberg mit Blick ins Brexbachtal Felsenklippen der Caaner Schweiz, Pfahlberg-Vulkan TOURENTIPP AUF DEN SPUREN DER RÖMER AM HILLSCHEIDER LIMESPFAD S Rundwanderung • Gesamtlänge: 8,2 km, 2 Std. Höhenmeter: pq je 220 m • Schwierigkeit: m 400 350 300 km 1 2 3 4 5 6 7 8 Vom Wachturm WP 1/68 führt der Limespfad schon nach gut 600 m zum ursprünglichen Limesverlauf. Der Pfad folgt den originalen Befestigungsgräben bis zum Hinweisschild zu Turm WP 1/70, der leider nicht mehr zu sehen ist. Dann ist das Kleinkastell erreicht. Hier kann man an den rekonstruierten Mauern die Größe der Befestigungsanlage nachvollziehen. Entlang des Waldrands führt der Weg zurück zum Limesturm. INFO Kannenbäckerland-Touristik-Service Lindenstr. 13, 56203 Höhr-Grenzhausen Tel. 02624/1 94 33, hg@kannenbaeckerland.de www.kannenbaeckerland.de START/ZIEL: Limesturm Hillscheid, 56204 Hillscheid AN-/ABREISE PKW: Limesturm Hillscheid, 56204 Hillscheid Parken: Kostenfrei am Startpunkt ÖPNV: Von Koblenz RB27 nach Vallendar, Bus 465 nach Hillscheid. Von Höhr-Grenzhausen Bus 465 nach Hillscheid MARKIERUNG: Limesturm TIPPS ZUR TOURPLANUNG Ausreichend Zeit zur Besichtigung des Limesturms einplanen und fürs gemütliche Verweilen im „Römischen Nutzgarten“ (Hortus Rusticus). TOURENTIPP WÄLLER TOUR BREXBACHSCHLUCHTWEG - GRENZAU m Rundwanderung • Gesamtlänge: 16,4 km, 5 Std. Höhenmeter: pq je 277 m • Schwierigkeit: 350 300 250 200 150 100 km 2 4 6 8 10 12 14 16 INFO Kannenbäckerland-Touristik-Service Lindenstr. 13, 56203 Höhr-Grenzhausen Tel. 02624/1 94 33, hg@kannenbaeckerland.de www.kannenbaeckerland.de S Von Grenzau aus hinauf zur Burg Grenzau und auf Waldpfaden bis zu den Felsen am Kaiserstuhl. Dann schlängelt sich der Weg hinunter ins Brexbachtal. Auf einem Forstweg verläuft er zur Talaue zurück. Entlang des Bachs geht es um den Bergsporn herum, dann über die Gleise ins Nebental. Mit einigen Schlenkern ist AN-/ABREISE PKW: Brexbachstr. 11-17, 56203 Höhr-Grenzhausen (Wanderparkplatz) Parken: Kostenfrei am Startpunkt ÖPNV: Ab Haltestelle Ransbach Kirche Bus 461 bzw. 462 nach Höhr-Grenzhausen (Haltestelle Schulzentrum), dann Linie 319 (Haltestelle Bahnhof Grenzau/Kammerforst). Ab Haltestelle Bahnhof Grenzau/Kammerforst Bus 319 nach Höhr-Grenzhausen (Haltestelle Polizei), dann Linie 462 bzw. 485 Richtung Ransbach. der Teufelsberg mit Aussicht über das Brexbachtal erobert. Hinterm Ortsrand von Alsbach führt ein Pfad durch eine tief eingeschnittene Schlucht ins Masselbachtal. Es folgt ein traumhafter Aufstieg, bevor der „Kammerforster Steig“ K116 zurück zum Bahnhof Grenzau leitet. START/ZIEL: Ortmitte Grenzau MARKIERUNG: Wäller Touren „W“ auf grün-weißem Grund ERLEBNISPROFIL Historische Eisenbahnviadukte über den Brexbach Ausblick vom Teufelsberg über das Brexbachtal www.wandermagazin.de 19