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Westerwald – Wandermagazin 211

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Schatztruhe Westerwald – Willkommen bei den Basaltköppen. Der Natur, den Höhen und Traditionen des Westerwalds ist Autor Merlin Kiesel nachgegangen und fand dabei jede Menge Wanderbares.

REGIOPANORAMA I

REGIOPANORAMA I SCHATZTRUHE WESTERWALD AUFATMEN im WällerLand In der Kuppenlandschaft des WällerLands rund um Westerburg und Wallmerod warten keine steilen Bergtouren, aber die Landschaft ist auch nicht so flach, dass den Füßen langweilig wird. Der Oberwesterwald bietet dabei immer wieder Eindrücke der Wäller Natur Wiesen, Wälder, Wasser und Einblicke in die Wäller Geschichte. Die Basaltfelsen des Hochsteins Bild oben: Blühende Wiesen am Wiesensee © Alle Fotos: WällerLand Touristik DER STÖFFEL-PARK Im Stöffel-Park können Besucher in die Geschichte der Industrie um den Wäller Basalt eintauchen. Das 140 Hektar große Gelände des ehemaligen Basaltsteinbruchs kann beim Spaziergang in der geologisch und historisch faszinierenden Industriekulisse und der umliegenden Natur erkundet werden. Erläuterungen liefert der Stöffel-Podcast mit thematischen Episoden zum Abspielen auf dem eigenen Smartphone. Dabei lernt man Interessantes über die 100 Jahre Basaltabbau, uralte Fossilien und die Alte Schmiede. So kommen Fans von Industriegeschichte, Geologie und Naturgeschichte gleichermaßen auf ihre Kosten. Vom Park aus startet der Weg „Rund um den Stöffel“ der VG Westerburg. Der 10 km lange Rundweg führt über die Wäller Höhen zum 17 m hohen Stöffelturm mit einem besonderen Ausblick in den Stöffel-Park und auch vorbei an Rotenhain und seiner „Alten Burg“. AN WÄLLER WASSERN Der Wiesensee, keine fünf Kilometer nördlich von Westerburg, bietet gleich mehrere Wanderwege zum Erkunden. Auf dem Kleinen Wäller „Wiesensee“, einem der kurzen Spazierwege im Westerwald, kann man den in den 1970er Jahren angelegten See auf 6,5 km entlang seiner Ufer erkunden. Länger wird es auf dem 2-Seen-Weg, der auf 11 km entlang des Wiesensees und des Großen und Kleinen Weihers bei Seck führt. Wem das noch zu kurz ist, schlägt am Kleinen Weiher den „Grünen Steig“ ein und bringt damit bis zum Ziel wieder am Wiesensee knapp 20 km hinter sich. Die „Höhner 8“ kombiniert zwei Rundwege, die einzeln oder direkt aneinander angeschlossen in der Form einer großen Acht von Höhn aus gegangen werden können. Die südliche „Seerunde“ der beiden ca. 10 km langen Routen führt vom Ortszentrum zum Wiesensee, die nördliche „Hochsteinrunde“ zum namensgebenden Felsen. Die Basaltformation war einst eine keltische Opferstelle und wurde später von Germanen als Thing-Stätte genutzt. (mk) INFO: WWW.WAELLERLAND.DE Pause am Wiesensee 16 WANDERMAGAZIN Sommer 2021

AUFSTEIGEN UND RUNTERKOMMEN IM WIEDTAL Mitten im Naturpark Rhein-Westerwald liegt das Wiedtal. Hier schlängelt sich die Wied durch eine romantische Senke, an deren Hängen sich faszinierende Biotope neben historischen Klöstern und ehrwürdigen Burganlagen finden. So gibt es zu Fuß ganz viel Wäller Natur und Wäller Geschichte zu entdecken. Das Tal der Wied bietet zahlreiche Wander-Highlights. Auf vielen Qualitäts- und Premiumwegen gilt es die Wäller Natur und Wäller Höhen per pedes zu erleben. Die drei Wäller Touren „Bärenkopp“, „Klosterweg“ und „Iserbachschleife“ sind ideal für Halbtages- oder Tagesausflüge. Die drei Zwergenwege rund um Rengsdorf mit 2 bis 4 km Länge bringen jungen Wandernden Spaß. Unter den Titeln „Wasserspaß und Wildgehege“, „Fledermaus im Laubachtal“ und „Apfelweg am Kräutergarten“ gibt es jede Menge über Wäller Natur und Geschichte zu lernen. Dazu gibt es Quizbögen zum Download, die Besonderheiten am Weg spielerisch näher bringen. Seit diesem Jahr gibt es noch drei weitere Kleine Wäller. Die Spazierwanderwege erlauben es auf kurzen Strecken das Wiedtal Idyllische Landschaften am Fluss besser kennenzulernen. Ruhe kann in einem der zwei eindrucksvollen Klöster entlang der Wied gefunden werden. Die historischen Anlagen laden ein, Alltagsstress hinter sich zu lassen und zu sich zu kommen. Zum tief durchatmen eignen sich auch die staatlich anerkannten Luftkurorte, allen voran der Heilklimatische Kurort Rengsdorf. Auf Wäller Höhen geht es mit der Wäller Tour „Bärenkopp“. Der Rundweg führt auf 11 km ausgehend von Waldbreitbach zur Spitze des 329 m hohen Bärenkopps und zurück. Der Weg führt in einen Westerwald-typischen Buchenwald. Hier befindet sich der jüdische Friedhof aus dem 19. Jh., der heute unter Denkmalschutz steht. Weiter geht es bergauf bis zum Weißen Kreuz, das einen Ausblick über den Ort im Flusstal bietet. Über die Kuppe des namensgebenden Bärenkopp führt der Weg entlang des Luh Kappelchen zum Klostergarten der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, der besonders im Frühjahr und Sommer zum Verweilen einlädt. Wieder in Waldbreitbach angekommen, lohnt es, die alte Mühle am Flusslauf zu besuchen. Mit ihrer Hilfe wurde einst Öl aus Leinsamen, Raps, Bucheckern und Mohn gewonnen. (mk) INFO: WWW.WIEDTAL.DE Die Wied ganz nah Bild oben: Ausblick auf Roßbach an der Wied © Alle Fotos: Touristik Verband Wiedtal, Andreas Pacek www.wandermagazin.de 17