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Westerwald – Wandermagazin 211

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Schatztruhe Westerwald – Willkommen bei den Basaltköppen. Der Natur, den Höhen und Traditionen des Westerwalds ist Autor Merlin Kiesel nachgegangen und fand dabei jede Menge Wanderbares.

REGIOPANORAMA I

REGIOPANORAMA I SCHATZTRUHE WESTERWALD WANDERN am Vulkangestein BAD MARIENBERG Zwischen den Basalthügeln des Westerwalds liegt das Kneipp-Heilbad Bad Marienberg. Um den Ort gibt es jede Menge Wandermöglichkeiten in die Welt des Vulkangesteins. Bild oben: Die Steile Basaltwand in der Bacher Lay Der Große Wolfstein nördlich von Bad Marienberg © Fotos: Tourist- Info Bad Marienberg, Dominik Ketz Wandernde können sich die Entspannung in den Kneipp-Anlagen auf den Wanderungen rund um Bad Marienberg „verdienen“. Auf dem Wanderweg Kleiner Wäller „Wolfsteine“ geht es in den Wald nordwestlich des Stadtkerns zu zwei kolossalen Basaltformationen. Vor 25 Millionen Jahren entstanden Großer und Kleiner Wolfstein. Um die riesigen Felsen ranken sich Wäller Sagen und Legenden. Weiter führ der Weg in den pittoresken malerischen Stadtkern. Wer hier den Füßen schon Abwechslung bieten möchte, kann dies auf dem Barfußweg im Park der Sinne tun. In Richtung Westen geht es weiter zum Basaltpark. Rund um den See in der Mitte des ehemaligen Basaltsteinbruchs empfiehlt sich ein Gang über den Lehrpfad. Informationstafeln geben hier Auskunft über das vulkanische Gestein und dessen Abbau im Westerwald. Noch mehr Basalt gibt es in der Bacher Lay. In dem Geotop, das hier um einen weiteren ehemaligen Basaltsteinbruch Basaltpark bei Bad Marienberg eingerichtet wurde, gibt es aber auch jede Menge Wäller Natur zu entdecken. Ein ca. 8 km langer Rundwanderweg führt von Bad Marienberg aus in das Naturschutzgebiet. Direkt zu Beginn der Wanderung lohnt sich ein Abstecher zur Marienquelle am Stadtrand. Angeblich soll deren Wasser heilende Wirkung für Körper und Geist haben. Entlang der Schwarzen Nister führt der Weg ins Grüne, und plötzlich breitet sich vor den Wandernden eine massive Felswand aus. Die breite Klippe aus Basalt entstand durch den industriellen Abbau des Gesteins. Der Rückweg führt entlang von Feldern und Wiesen wieder nach Bad Marienberg. Eine längere Runde auf den Spuren der Vulkane ist die Feuerschleife auf 17,5 km ab Bad Marienberg. Aus dem Ort heraus führt der Weg entlang des Basaltparks zu den Wolfsteinen. Von hier geht es weiter Richtung Unnau entlang des Europäischen Fernwanderwegs E1, von dem sich die Schleife auf dem Weg ins Nistertal wieder trennt. Weiter geht es zum Eisenbahn-Viadukt von 1911, das sich hier über das Tal spannt. Kurz hinter Langenbach trennt sich die Schwarze Nister von der Nister und führt durch ein beeindruckend wildes Tal, bevor der Weg wieder in Bad Marienberg schließt. (mk) INFO: WWW.BADMARIENBERG.DE 14 WANDERMAGAZIN Sommer 2021

TOURENTIPP HÜGEL, SEEN UND EINE SCHLUCHT Idylle am Secker Weiher © Fotos: Dominik Ketz Rundwanderung • Gesamtlänge: 15,6 km • Gehzeit: ca. 5 Std. Höhenmeter: p 237 m q 252 m • Schwierigkeit: Der Hohe Westerwald stellt sich dem Besucher als sanfte Hochfläche mit kleinen Wäldchen und Wiesen in einer für Mittelgebirge recht rauen Höhenlage dar. Der Weg führt zum sagenumwobenen Seitenstein eine Basaltformation, die etwa 20 m aus der Erde ragt, und weiter am Großen und Kleinen Secker Weiher vorbei zum Hofgut Dapprich und in das Naturschutzgebiet Holzbachschlucht eines der ältesten Westerwälder Naturschutzgebiete. Schon 1929 stellten preußische Behörden die Schlucht unter Schutz. Hier bietet sich ein Bild wie gemalt: Ahorn, Eschen und Ulmen biegen sich über kristallklares Wasser, das gurgelnd über mächtige Steine fällt. Jahrtausende hat der Holzbach an diesem Idyll gearbeitet, sich Schritt für Schritt durch den Basalt gebohrt und einen der imposantesten Bachdurchbrüche des Westerwaldes geschaffen. Auf kleinen Pfaden führt der Weg durch das Örtchen Seck wieder zurück zum Startpunkt. START/ZIEL Tourist-Information „Hoher Westerwald“ AN-/ABREISE B54 oder B255 bis Rennerod, dort auf der Hauptstraße bis Ortsmitte, Abzweig zur Westernoher Straße PKW: Tourist-Information „Hoher Westerwald“, Westernoher Str. 7a, 56477 Rennerod Parken: direkt am Startpunkt ÖPNV: von Montabaur mit Bus 480 nach Rennerod (Busbf), von Westerburg Bus 116 nach Rennerod (Busbf), www.vrminfo.de, www.bahn.de MARKIERUNG WesterwaldSteig, R29, R24, R21 (schwarze Schilder mit gelber Schrift) TIPP Am Großen Secker Weiher befindet sich ein Campingplatz mit Gaststätte. Am Hofgut Dapprich Einkehrmöglichkeit im Hofcafé ERLEBNISPROFIL Sagenumwobener Seitenstein Naturschutzgebiet Holzbachschlucht mit Buchenhallenwälder, skurrile Totholzformationen und zahlreiche Wildkräuter INFO Tourist-Information „Hoher Westerwald“ Westernoher Str. 7a, 56477 Rennerod Tel. 02664/9 93 90 93 touristinfo@rennerod.rpl.de www.hoher-westerwald-info.de Weite im Westerwald Wanderbrücke über die Holzbachschlucht m S 500 450 400 350 300 km 2 4 6 8 10 12 14 www.wandermagazin.de 15