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Mecklenburg-Vorpommern: Im Land der ruhigen Naturschätze

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HERBSTLICHE HARMONIE I

HERBSTLICHE HARMONIE I MECKLENBURG-VORPOMMERN Das Röhren der Hirsche ist auf Fischland Darß-Zingst weithin zu hören © Sandra Frese Fischland-Darß-Zingst – wo die Hirsche in den Dünen röhren Wandern zwischen Bodden und Meer, begleitet von röhrenden Hirschen, vorbei an vom Wind gezeichneten Wäldern und entlang weißer Sandstrände. Das kann man nur auf Fischland-Darß-Zingst erleben. Eingebettet in den mit 786 km 2 größten Nationalpark an der Ostsee – dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, bietet die Halbinsel Naturliebhabern viele einzigartige Erlebnisse. Jedes Jahr im Herbst wird der Nationalpark zur Bühne für außergewöhnliche Naturschauspiele: der Zug der Kraniche und die Brunft der majestätischen Rothirsche. So ist es mittlerweile mehr als ein Insidertipp von Naturinteressierten, den Darß im Herbst zu bereisen. Anfang September bis Anfang Oktober ist die Zeit der Hirschbrunft auf Fischland-Darß-Zingst. Zu dieser Jahreszeit kann man Hirsche mitten in der Dünenlandschaft an der nördlichsten Spitze der Halbinsel oder in der Boddenlandschaft beobachten und vor die Linse bekommen. Auf einem Streifzug durch den Nationalpark hört man es schon von weither: das Röhren der Hirsche. Und nur wenig später sieht man sie auch. Mit dem Fernglas, durchs Kameraobjektiv, aber oft schon mit dem bloßen Auge: stolze Hirsche in der Dünenlandschaft und auf den Salzgraswiesen – einen Steinwurf vom Meer entfernt. Besonders spektakulär und ein echter Tipp für einen Besuch auf Fischland-Darß-Zingst sind die beliebten Hirschbrunftführungen. Von September bis Oktober haben Besucher die Möglichkeit auf einmalige Einblicke und Erlebnisse in Bereichen des Nationalparks, in die man sonst keinen Zutritt hat. So geht es zum Beispiel mit einem Ranger zur Beobachtungsplattform an der Lichtung Buchhorster Maase, die nur während der Brunftzeit geöffnet hat. Von hier aus hat der Beobachter uneingeschränkte Sicht auf die Maase und das Rotwild, das sich zumeist in Scharen auf dieser Lichtung tummelt. Für ambitionierte Fotografen, die dieses Erlebnis gerne festhalten wollen, werden während des aktiven Fotoherbstes in Zingst Fotoworkshops sowie geführte Touren mit Foto-Ranger angeboten. Eine Führung ist aber kein Muss – bei einer Wanderung durch den Darßwald und die Dünenlandschaft am Darßer Ort kann man die Hirschbrunft ganz entspannt und individuell erleben. Entlang der Wege kann man sich auf einem der Beobachtungstürme niederlassen und die Natur genießen. Von dieser erhöhten Position hat man einen hervorragenden Blick und die Möglichkeit, den einen oder anderen Hirsch zu entdecken oder zumindest zu hören. ! INFO: www.nationalpark-vorpommersche-boddenlandschaft.de www.zingst.de Hirschbrunftzeit auf Fischland-Darß-Zingst – wem gelingt das beste Foto? © Daniel Scholz, fotura.com 4 WANDERMAGAZIN Herbst 2019

Sternberger Seenland – Auszeit für die Seele Wenn Morgennebel das Sternberger Seenland überzieht, bringt er eine mystische Stimmung mit. Die Gedanken fangen an zu fliegen hier in der Region Mecklenburg-Schwerin in der von der Eiszeit geformten Endmöranenlandschaft mit sanften Hügelketten, Wäldern, dem verzweigten Flusssystem mit Mooren und Bruchwäldern und den Seen. Hier darf sich die Seele eine Auszeit nehmen. In dieser alten Gegend, in der sich Großstein- und Hügelgräber aus der Steinzeit finden, uralte Dörfer und große Klosteranlagen mit jahrhundertealter Geschichte, drängt sich die Inspiration über das Werden, den Wandel und das Vergehen geradezu auf. Seit einigen Jahren, durch die Eröffnung des Pilgerwegs der heiligen Birgitta von Schweden, lebt die Tradition des Pilgerwanderns hier im Sternberger Seenland wieder auf. 680 Jahre ist es her, dass sich Schwedens Nationalheilige auf eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela begab. Die rund 350 km lange Route, die sie damals zwischen Saßnitz auf Rügen und Boizenburg/ Elbe durch Mecklenburg-Vorpommern geführt haben soll, ist seit einigen Jahren durchgängig ausgeschildert. Vielleicht hat Birgitta damals auch im Kloster Tempzin übernachtet. Auf eine mehr als 500 Jahre alte Geschichte kann die Pilgerherberge jedenfalls zurückblicken. Auch heute noch unterhält das Pilger-Kloster ein Haus der Gastfreundschaft. Man muss aber nicht unbedingt auf den Spuren der Heiligen Birgitta wandeln, um sich hier eine Auszeit zu nehmen. Es gibt individuelle Einkehrtage mit der Möglichkeit der geistlichen Begleitung. Nach dem Motto „Ora et Labora“ können Gäste das Klosterleben einmal ausprobieren. Für mindestens zwei bis maximal zwölf Wochen wird dabei neben dem täglichen Gebet auch tatkräftig mit angepackt. Vom 14.-20. Oktober 2019 findet das Angebot als Gemeinschaftsan- gebot statt. Wer hier mitmacht, gliedert sich in die Gebetsgemeinschaft ein und bereitet das Kloster auf den Winter vor – kümmert sich um das Ernten der Obstbäume, lagert ein, mostet, macht den Garten winterfest und stapelt Holz zum Heizen in den kalten Monaten. Dabei gilt: Alles kann, nichts muss in Tempzin – auch wer nur wandern will, ist herzlich willkommen, einfach die idyllische Lage und die Wandermöglichkeiten in der Region zu genießen. (ae) ! INFO: www.pilger-kloster-tempzin.de Bild oben: Nebel über dem Glammsee © Naturpark Sternberger Seenland Bild unten: Pilgerherberge mit jahrhundertealter Tradition: das Kloster Tempzin © Regionalmanagement LAG Warnow-Elde-Land www.wandermagazin.de 5