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Kraichgau-Stromberg – Wandermagazin 202

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Auf 22 Seiten präsentieren wir Ihnen das märchenhafte Wanderland Kraichgau-Stromberg im Nordwesten Baden-Württembergs. Wanderer können in diesem Schlaraffenländle mit seinen Weinbergen, Streuobstwiesen und natürlich den „Besa“, den von Winzern geführten urigen Gaststätten auf Zeit, Wandern und Genießen auf das Beste verbinden. Wald und Wasserliebhaber kommen hier ebenfalls ins Schwärmen, sei es an den steilen Muschelkalkfelsen rund um Zaber, Enz und Neckar oder in den Eichenwäldern des Naturpark Stromberg-Heuchelberg, der Heimat des Phantoms des Strombergs, der Wildkatze. In den zahllosen Fachwerkaltstädtchen wie Bretten, den Burgen auf den Hügeln, dem Welterbestätte Kloster Maulbronn oder entlang der Eppinger Linien wird Wandern zur Zeitreise. In 15 Tourentipps mit Karten, Höhenprofilen, Wegbeschreibungen und Erlebnisprofilen bekommen Sie jede Menge Anregungen für Ihre Wanderungen im Land der 1000 Hügel.

REGIOPANORAMA I LAND DER

REGIOPANORAMA I LAND DER 1000 HÜGEL KRAICHGAU-STROMBERG DER MICHAELSBERG IN UNTERGROMBACH HIMMLISCHER KULTORT Vor 6.000 Jahren siedelten auf dem Michaelsberg in Untergrombach, der mit seiner barocken Kapelle aus der Landschaft heraussticht, bereits die ersten Menschen. Von dem südlich von Bruchsal gelegenen Berg reicht der Blick Richtung Westen bis zu den Türmen des Speyerer Doms und den Hardtbergen in der Pfalz. MICHELSBERGER KULTUR Der gerade mal 268,8 Meter hohe Michaelsberg ist, was Natur und Geschichte angeht, herausragend. Es ist sogar eine eigene Kultur nach diesem Ort benannt die „Michelsberger Kultur“. Der Fund alter Gefäße vor über 125 Jahren offenbarte, dass 3.500 Jahre v. Chr. ein bis dahin unbekannter jungsteinzeitlicher Kulturkreis an diesem Ort siedelte. Als höchster Punkt des Kraichgaurandes war der Michaelsberg auch danach stets ein besonderer Ort. Vermutlich bereits als vorchristliche Kultstätte genutzt, wurde die Michaelskapelle erstmals 1346 erwähnt. Die heutige barocke Wallfahrtskapelle, zwischen 1742 bis 1744 von den Speyerer Fürstbischöfen erbaut, beeindruckt vor allem mit ihrem Hochaltar und dem imposanten neobarocken Deckengemälde. Im Biergarten des bereits seit 1823 bestehenden Ausflugslokals neben der Kapelle kann man den Blick bis in den Schwarzwald schweifen lassen. Artenreiche Wiesen am Michaelsberg © Martin Heintzen Auf dem Drachenrundweg durch Hohlwege © BTMV KULTLANDSCHAFTEN UND NATURPARADIES Aber der Michaelsberg ist nicht nur Kultort, sondern auch Weinberg. Während der Berg in früheren Zeiten auf großen Flächen für den Rebbau genutzt wurde, fiel der Weinbau angesichts der schwierigen Arbeit an den steilen Hängen zunehmend brach. Erfreulicherweise finden sich mit den Trockensteinmauern, den Lesesteinhaufen und einzelnen Rebparzellen pittoreske Relikte der einst mühseligen Arbeit. Überbleibsel des einstigen Weinbaus sind auch die Streuobstwiesen, die als Beipflanzung zwischen den Rebreihen angelegt wurden. Neben dem besonderen Zauber der Kulturlandschaften findet sich am Michaelsberg mit dem Naturschutzgebiet Kaiserberg auch ein artenreiches Naturparadies. An seinem steilen nach Südwesten geneigten Rasenhang werden Bodentemperaturen von über 70 Grad Celsius gemessen. Dank dieser extremen Trockenheit ist der Reichtum an Tieren und Pflanzen auf den Trockenrasen beeindruckend: 2.000 Arten haben sich hier angesiedelt. INFO: www.bruchsal-erleben.de 16 WANDERMAGAZIN Frühling 2019

TOURENTIPP Vom Bahnhof Untergrombach ist das Ziel, der Michaelsberg, bereits zu sehen. Wer den Aufstieg scheut, kann wahlweise auch an einem der drei Wanderparkplätze auf dem Michaelsberg einsteigen. Auf dem Michaelsberg war einst eine jungsteinzeitliche Kultur beheimatet. Leider sind heute in der freien Landschaft keine Spuren der befestigten Höhensiedlung mit ihrem speziellen Wall-Graben-System zu sehen, aber in der Gaststätte auf dem Michaelsberg kann man noch Funde besichtigen. Der Legende nach hat einst ein Drache auf dem Berg sein Unwesen getrieben, bis er von Mönchen vertrieben wurde, die hier eine Kapelle bauten. Im Namen des Wanderweges ist der Drache erhalten geblieben. Auf dem Drachenrundweg kommen Sie an Kernobstalleen und Streuobstwiesen vorbei, zu deren besonderen Schätzen seltene Orchideen wie der Spitzorchis, der Diptam oder die Kartäusernelke sowie die Nelken-Sommerwurz zählen. Der Blütenreichtum erfreut nicht nur Wanderer, sondern zieht auch jede Menge Schmetterlinge an. Die Weinreben verschwanden mit der Zeit vom Michaelsberg, doch erfreulicherweise blieben die Obstbäume stehen und malen heute das charakteristische Gesicht der Kraichgauer Kulturlandschaft. Auf dem „Großen Drachenrundweg“ kann man Hohlwege, Trockenmauern, Wein, Streuobstwiesen und ein Naturschutzgebiet erleben. Wem der „Große Drachenrundweg“ zu lang ist, kann auch wahlweise auf dem „Kleinen Drachenrundweg“ mit 1,5 km den Michaelsberg entdecken. 300 150 0 m km 1 2 3 4 5 6 7 8 BR1 Drachenrundweg auf dem Michaelsberg Streckenwanderung • Gesamtlänge: 8,9 km, Gehzeit: 2,5 Std. Höhenmeter: p q 224 m • Schwierigkeit: S START/ZIEL: Bahnhof Untergrombach oder an einem der Wanderparkplätze auf dem Michaelsberg AN-/ABREISE PKW: Michaelskapelle, Michaelsberg 55, 76646 Bruchsal-Untergrombach Parken: Auf dem Wanderparkplatz ÖPNV: Vom Bahnhof Bruchsal-Untergrombach führt ein ausgeschilderter Weg auf den Michaelsberg. ERLEBNISPROFIL Michaelskapelle Hohlwege, Streuobstwiesen, Kernobstalleen TIPP An der Michaelskapelle befindet sich ein Ausflusgslokal mit großem Biergarten, von dem aus man den Blick über die Kraichgauer Landschaft und die Rheinebene schweifen lassen kann. INFO Touristinformation Bruchsal, Tel. 07251/5 05 94 61, www.bruchsal-erleben.de Vom Michaelsberg aus hat man einen tollen Blick © Kraichgau-Stromberg Tourismus e.V., Ulrike Klumpp www.wandermagazin.de 17