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Grenzgaenger – 6 Etappen zwischen Tirol und Bayern

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International geht es im Pocketguide zum Grenzgänger zu, der zweiten Beilage der Winterausgabe: Auf 19 Seiten finden sich alle notwendigen Informationen für den 65 km langen Fernwanderweg auf dem Grenzkamm zwischen Deutschland und Österreich.

Grenzgänger Drei

Grenzgänger Drei Tourismusdestinationen, eine Alpenvereins-Sektion und das Interreg-Programm der Europäischen Kommission sorgen dafür, dass Bergbegeisterte auf den Wegen zwischen Lechtal, Tannheimer Tal und Hintersteiner Tal sicher wandern können. Grenzgänger-Projekt? Angefangen hat die Grenzgänger-Historie 2013, als die Tourismus-Verantwortlichen aus Tannheimer Tal, Lechtal und Bad Hindelang über einen „Steinbock-Weg“ diskutierten, der durch die Allgäuer Hochalpen führen sollte. Die Überzeugung: „Wir brauchen ein gut gesichertes hochalpines Wegeangebot!“ Schnell wurde klar, dass das so leicht nicht war. Verschiedene Sektionen des Deutschen Alpenvereins sind für den Unterhalt der Wege rund um den Hochvogel zuständig im Lauf der Jahre war ein Fleckenteppich an Wegzuständen entstanden. AUF DIE PLÄTZE … Zwei Staaten, zwei Bundesländer, sieben politische Gemeinden diese grenzüberschreitende Idee sollte ein Fall für eine Förderung durch Interreg Österreich- Bayern 2014-2020 sein. Der Bad Hindelanger Tourismusdirektor Max Hillmeier fand mit Michael Keller vom Tourismusverband Tannheimer Tal, Michael Kohler vom Tourismusverband Lechtal und Matthias Hill von der Sektion Allgäu-Immenstadt des Deutschen Alpenvereins Mitstreiter für die nun als „Grenzgänger“ bezeichnete Maßnahme. Einige Abstimmungen und viele Anläufe später konnte das Projekt „Grenzgänger AB82“ an den Start gehen. Finanziert durch die vier Projektteilnehmer 8 BESSER GESICHERT Die Wege zwischen Schattwald und Hinterhornbach, Landsberger Hütte und Hinterstein waren schon immer begehbar. Im Zuge der Arbeiten wurden sie sanft überarbeitet und an neuralgischen Stellen besser gesichert.

aus den beiden Staaten und zu 75 % gefördert durch das Interreg-Programm, wurde die „Inwertsetzung des Naturerbes“ in den Fokus gerückt. VOM ERSTEN BAULOS … 2016 startete die Umsetzung des Grenzgänger-Projekts: Mit 65 von 66 Grundstückseigentümern wurden Verträge geschlossen, die die Bauarbeiten ermöglichten. Umweltprüfungen wurden durchgeführt, Genehmigungen erteilt und im Sommer 2017 begannen die Arbeiter mit dem ersten Baulos. Das Ziel: Kein „Ausbau“ der hochalpinen Wege, sondern eine verbesserte Sicherheit und eine Besucherlenkung durch eindeutige Wege und die Renaturierung von Trampelpfaden und Abkürzungen. Da die Vorarbeiten langwierig waren, das Bauzeitfenster mit 100 Tagen pro Jahr im Hochsommer sehr kurz war und nur wenige Baufirmen für die Vergabe der Arbeiten in Frage kamen, wurden die Arbeiten auf eine Laufzeit bis 2021 verteilt. Die Allgäuer Hochalpen und den Hochvogel stets im Visier: Beim Grenzgänger geht es auf angenehmen Wanderpfaden durch Latschenwälder, Fels und Hochweiden. … BIS ZUM ZUKUNFTS-VERSPRECHEN Die Grenzgänger-Arbeiten sind wahrlich lebendig: „Nach jedem Winter schauen die Wege anders aus Schneedruck, Hangrutsche und Starkregen sorgen dafür, dass wir unsere Bauvorhaben immer wieder anpassen müssen“, erläutert Hillmeier. So richtig wird die Grenzgänger-Baustelle also nie abgeschlossen sein und aus dem Grenzgänger-Projekt auch ein Versprechen der beteiligten Tourismusregionen und der DAV-Sektion, weiterhin zusammenzuarbeiten, um die Wege rund um den Hochvogel in Schuss zu halten. wwww.grenzgaenger-wandern.com 9