RegioPanorama

Aufrufe
vor 2 Jahren

Europas Schönste Wanderziele 2020

  • Text
  • Outdoorwelten
  • Luxemburg
  • Wanderziele
  • Wanderwege
  • Entlang
  • Natur
  • Europas
  • Wanderer
  • Region
  • Wandern
Inspirationen aus: Dänemark, Frankreich, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich & Tschechien. Extra: Das perfekte Herbstoutfit zum Wandern

EUROPAS SCHÖNSTE

EUROPAS SCHÖNSTE WANDERZIELE | ÖSTERREICH Kärnten Magische Momente 18 außergewöhnliche Naturerlebnisse in 11 Schutzgebieten oben: Magische Natur in Kärnten: Zollnersee © Gerald Köstl Kärnten Werbung unten: Genuss pur beim KulTourpicknick © Naturpark Dobratsch Der Herbst in Kärnten glänzt mit sonnigen Landschaften voller goldenem Licht und südlicher Wärme. An der Südseite der Alpen schenkt der Sommer eine Zugabe und Kärntens Berge, Almen und Flüsse laden ein zu außergewöhnlichen Urlaubserlebnissen voller Magie. Magie ist eine geheimnisvoll wirkende Kraft, die spürbar wird beim Einswerden mit der Natur. Genau dies kann man in elf Kärntner Schutzgebieten bei ganz besonderen Tagesprogrammen erleben. Mal führt eine abenteuerliche Wanderung zu den magischen Momenten, dann eine Begegnung mit dem Kärntner Parade-Element Wasser. Wie so oft im Leben nimmt aber auch hier das Gefühl tiefer Zuneigung und Verbindung gerne den Weg durch den Magen. Deshalb spielt die Kulinarik bei Kärntens Magischen Momenten eine Schlüsselrolle. Slow Food zwischen Berg und Tal: der Brot- und Morendenweg Das Lesachtal ist berühmt für seine herrliche Natur. Zwischen Lienzer Dolomiten und Karnischen Alpen hat sich hier der Gailfluss in eine tiefe Schlucht gegraben. Diese ideale Wanderlandschaft kann man nun auch im Rahmen einer Schlemmer- und Genusswanderung erkunden. „Geamo morenden!“ sagt der Lesachtaler, wenn er sich zur gemeinsamen Jause begibt. Der Brot- und Morendenweg führt zu einer ganzen Reihe genussvoller Morendenerlebnisse: Von der gemütlichen Brettljause mit Bergkäse aus der Region bis zu hausgemachten Schlipfkrapfeln gibt es zwischen Alm und Mühlenstüberl viel zu verkosten. Teil des Genusses ist natürlich auch das Gespräch mit den Herstellern der Leckereien am Weg, die eine ganz persönliche Beziehung zum Begriff des „Slow Food“ haben. „KulTourpicknick“ im Gailtal Am Fuße des Dobratsch im Grenzgebiet zwischen Slowenien und Italien liegt Nötsch. Eingebettet in eine geschichsträchtige Landschaft und im Spannungsfeld verschiedener Sprachen und Kulturen, hat die Gemeinde eine große Handwerkstradition. Diese können Wanderer nun im Rahmen ei- 18 www.europas-schoenste-wanderwege.de

nes „KulTourpicknicks“ erleben und genießen, beispielsweise in der Naturpark-Bäckerei Wiegele, die auch Besitzer der ältesten Mühle des Gailtals ist. Mit gut gefülltem Rucksack geht es dann weiter zum Schloss Wasserleonburg mit der malerischen Sonnenterrasse, in die „Alte Schmiede“, die Jahrtausende der Metallgeschichte erfahrbar macht und nicht zuletzt ins Museum von Nötsch, das Werke vier bedeutender österreichischer Künstler ausstellt. Ein Tag in der Wildnis in Bad Kleinkirchheim Ursprünglichkeit und Abenteuer pur verspricht die Survival-Tour in der Region Bad Kleinkirchheim. In Begleitung eines Guides gehen die Teilnehmer der Tour auf Tuchfühlung mit der Natur. Sie bauen ihr eigenes Basislager, stellen Jagdutensilien aus natürlichen Materialien selbst her und fangen ihre Mahlzeit im Fluss. Die Fische werden dann am Lagerfeuer gegrillt, während die Teilnehmer das wärmende Licht der Abendsonne und eine besondere Verbindung mit der Natur genießen. rechts oben: Sensemähen auf Kärntnerisch © Sabine Ertl, Biosphärenpark Nockberge rechts mittig: Kanuten auf der Drau © Wolfgang Handler rechts unten: Bad Kleinkirchheim, St. Oswalder Bockhütte © Franz Gerdl, Kärnten Werbung Romantische Kanutour auf der Oberen Drau Die Paddel durch das Wasser gleiten lassen, dem Vogelgezwitscher lauschen und romantische Flussufer entdecken. Eine Kanufahrt auf der Drau ist ein magisches Erlebnis. Bergdörfer, Wiesen und Wälder ziehen langsam vorbei, die Stille wird nur manchmal vom Flügelschlag der in den Sträuchern am Ufer nistenden Graureiher unterbrochen. Am Ziel der Fahrt angekommen, warten regionale Köstlichkeiten auf die Kanuten, während die Mutigen mit einem beherzten Sprung ins Nass der Kanutour einen prickelnden Ausklang bereiten. „Schneidig“ unterwegs – Sensemähen im UNESCO Biosphärenpark Nockberge Was verdankt die Menschheit den Bergbauern? Einerseits natürlich regionale Köstlichkeiten, andererseits aber auch die Schönheit der saftigen Bergwiesen. Die wären ohne regelmäßiges Mähen schon bald von Gestrüpp überwuchert. An den Steilhängen des UNESCO Biosphärenparks Nockberge wird diese Art von Landschaftspflege bis heute von Hand betrieben. Mit der Sense zu mähen ist natürlich eine körperliche Herausforderung. Die kann man allerdings auch als meditative Übung betrachten und sie mit tänzerischer Anmut ausführen – wenn man kann. Ein Versuch lohnt sich und nach getaner Arbeit im UNESCO Biosphärenpark darf man sich auf hausgemachte Spezialitäten der Region freuen. (eh) INFO: www.berglust.at 19