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Europas Schönste Wanderwege 2019

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36 Seiten, 22 Tourentipps für grenzenlose Wanderfreude. Belgien • Dänemark • Deutschland • Estland • Griechenland • Italien • Kroatien • Malta (Gozo) • Österreich • Schweiz • Slowenien • Spanien

U19 Griechenland, Kreta

U19 Griechenland, Kreta Unser Tourentipp Zeus Pilgerweg Die Nida-Hochebene am Idagebirge © AKOMM, Psiloritis Geopark Eine für Kreta typische Schäferhütte, Mitata genannt © AKOMM, Psiloritis Geopark Im Geopark Psiloritis auf Kreta umrunden Wanderer die schöne Nida-Hochebene und pilgern zur Idäischen Grotte, einem Höhlenkomplex mit mythologischer Bedeutung. Start/Ziel: Wanderparkplatz Ideon Andron Cultural Unit • Einkehrmöglichkeiten: am Start/Ziel Länge: 9,8 km • Schwierigkeit: mittel • Gehzeit: 3,5 Std. • Höhenmeter: auf/ab: 187 m Idäische Grotte 1500 1350 1200 1050 S m km 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Highlights am Weg: • Idäische Grotte • Andartis Monument • Nida-Hochebene mit alten Schäferhütten Das Psiloritis-Massiv, auch bekannt als Idagebirge, liegt im Herzen der griechischen Insel Kreta. In diesen Bergen verbirgt sich die Idäische Grotte, der mythologische Geburtsort von Göttervater Zeus. Sie ist das Highlight des knapp 10 km langen Rundwegs um die Nida-Hochebene. Nur eine 22 km lange Straße verbindet sie mit der Zivilisation, dem Ort Anogia. Eingekesselt von kargen Berghängen, dient das Tal im Sommer als Weidefläche. Aus den flachen Steinen der Hochebene bauten die Schäfer kuppelförmige Hütten, Mitata genannt, in denen sie Schafskäse herstellen und im Winter Schutz finden. Nach ca. 3 km des Weges liegt das Andartis-Monument am Ostrand der Hochebene. Die Steinskulptur der Berliner Landschaftsarchitektin Karina Raeck ist den Widerstandskämpfern in der Zeit der deutschen Besatzung gewidmet. Nachdem sie zwei Jahre lang die kretischen Bergdörfer erwanderte hatte, schuf Reack zusammen mit den Dorfbewohnern und Schäfern der Nida-Hochebene den „Partisan des Friedens“. Für das Kunstwerk verwendeten sie ca. 5.000 Steine, die die Dorfbewohner ehemals auf der Hochebene verteilt hatten, um das Landen deutscher Flugzeuge zu verhindern. Ist das Plateau umrundet, führt der Weg nach 8 km schließlich zur Idäischen Grotte. Sie liegt auf 1.489 m und unterhalb des Timios Stavros, dem mit 2.456 m höchsten Gipfel Kretas. Von hier sind es nur noch wenige hundert Meter zurück zum Ausgangspunkt der Tour. (sw) INFO: www.psiloritisgeopark.gr/en 32 Europas Schönste Wanderwege Special 2019

Spanien, Katalonien U20 Unser Tourentipp Pedraforca 360° Majestätisch erhebt sich der Pedraforca in Katalonien über alle anderen Gipfel seiner Umgebung. Ein Rundweg bietet Wanderern die besten Ausblicke auf diesen markanten Berg. Einer der vielen Panoramaausblicke auf den Pedraforca © Rafael López-Monné Start/Ziel: Gósol Markplatz Länge: 16,6 km • Gehzeit: 6 Std. Höhenmeter: auf/ab je 524 m • Schwierigkeit: mittel Einkehr: in Gósol und in der Lodge Lluis Estasen Der Pedraforca, zu deutsch Steingabel, liegt in den Vor- Pyrenäen südlich der Serra del Cadí im Naturschutzpark Cadí- Moixeró. Seine zwei Spitzen – die eine 2.506 m, die andere sechs Meter kleiner – ziehen Blicke aus nah und fern auf sich. Auf dem Rundweg Pedraforca 360° können Wanderer den markanten Berg von jeder Seite erkunden und seinen Anblick genießen. Die Wanderung beginnt im kleinen Dorf Gosól und führt zunächst auf einem Teil des Camí de Cerdanya Richtung Norden. Der alte Pfad, auf dem auch Pablo Picasso einst wanderte, steigt hinauf zum El Collell, dem Gebirgspass, der die Serra del Cadí und den Pedraforca verbindet. Auf dem Weg dorthin wechseln sich Wälder aus Schwarzkiefern und Wiesentäler ab. Der Weg verläuft um den Gipfel des Roca Roja und erreicht nach 4,5 km mit dem El Collell den höchsten Punkt der Wanderung. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Pedraforca im Süden und die Serra del Cadí im Norden. Während der nächsten 5 km abwärts zeigt sich die beeindruckende Nordwand des Pedraforca, die selbst für erfahrene Bergsteiger eine Herausforderung ist. An der Lodge Lluis Estasen nach ca. 8 km führen zwei Abzweige nach rechts zum Gipfel. Wanderer des Rundwegs halten sich links und gehen auf schmalen Pfaden und durch Pinienwälder um den Pedraforca herum zurück in das Dorf Gosól. Als Pablo Picasso 1906 in das Dorf am Pedraforca kam, befand er sich in einer künstlerischen Krise, fand jedoch in dieser Landschaft neue Inspiration, die seinen Stil in eine neue Richtung lenkte. Ein kleines Museum dokumentiert den 90-tägigen Besuch des Künstlers. Vom Markplatz aus kann man außerdem in fünf Minuten die alte Burgruine aus dem 11. Jh. erreichen. (sw) INFO www.visitbergueda.cat Highlights: • Serra del Cadí • Aussicht auf den Pedraforca • Picasso Museum und Burgruine in Gosól 1950 1800 1650 1500 1350 S m km 2 4 6 8 10 12 14 16 www.europas-schoenste-wanderwege.de 33