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Der kleine Wanderknigge

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Der kleine Wanderknigge für Einsteiger und Neugierige. Der Pocketguide fasst Wissenswertes zusammen, damit die erste Wanderung garantiert Lust auf Mehr macht.

und vor allen Dingen

und vor allen Dingen sind die Richtwerte stets reine Gehzeiten. Viele Pausen, das freiwillige Trödeln, das Schläfchen unterwegs, das Botanisieren der Flora oder das Gespräch mit den Wanderbegleitern – alles beeinflusst auch die Tourenzeit. Grob gesagt: Gehzeit plus Pausenzeit ist Tourenzeit. Wenn Du in kleiner oder großer Gruppe unterwegs bist, entscheidet ohnehin immer der „Schwächste“ das Gehtempo und damit die Gehzeit. Pass‘ Dich einfach an oder vereinbare, dass alle 15 oder 30 Minuten die Schnelleren auf die Langsameren warten. Aber Achtung, die Pausenzeit der langsameren Mitwanderer beginnt dann jetzt! Wandern ist pure Genussaktivität, für Dich und für alle Mitwanderer. HÖHE, ENGE, WURZELPFADE Premiumwanderwege zeichnen sich durch die Lust an geschlungener Wegeführung, schmalen Pfaden, naturnahen Wegebelägen aus. Baumwurzeln können bei Nässe rutschig und schmale und hangschneidende Wege können nach Regen glitschig sein. Es kann kurze abschüssige Passagen mit Handlauf geben und beim steilen Intermezzo gibt es Trittstufen oder holzverschalte Stufen. Das steigert den Wandergenuss – versprochen. Aber schau, wohin Du trittst. Nicht auf die Wurzel, sondern daneben. Im rutschigen Gelände kleine Schritte wählen und abschüssige Passagen mit starker Gewichtsverlagerung auf den Vorderfuß bewältigen. Aufwärts besonders langsam steigen und bei jeder Stufe ein- und ausatmen. Keinesfalls rennen! So lernst Du, was es heißt, Natur zu genießen, eins mit der Natur zu sein. Forstweg kann jeder, Asphaltdecke 18 Der kleine Wanderknigge

kann schnell öde werden, aber wenn sich der Weg vor Deinen Augen windet und erst im letzten Moment den Blick auf die nächste Passage freigibt, dann ist Entdeckerfreude geweckt und Abenteuerlust kommt auf. EINKEHR BEI FREUNDEN Schon bemerkt? Beim Wandern grüßt man sich. Ein fröhliches „Hallo“, ein Lächeln und schon wähnst Du Dich unter Deinesgleichen. Zum Gipfel des Wandergenusses kann dann eine Einkehr am Weg (idealerweise mittendrin, in der Nähe oder am Ende) geraten. Ob Biergarten, Wanderhütte, Hofladen, Café oder Gasthof, Du wirst mit der Vorfreude auf die Belohnung freudig eintreten und Dich vom ersten Augenblick an unter Freunden fühlen. An allen Tischen fröhliches Geschnatter, die Rucksäcke und Wanderstöcke um die Stühle verstreut geparkt, hier lass‘ es Dir wohl ergehen. Was auch immer Du isst oder trinkst, leicht sollte es sein, vorzugsweise regionaler Herkunft und Deine Reaktionsfähigkeit nicht nachteilig beeinflussen, besonders, wenn noch ein gutes Stück Wegstrecke vor Dir liegt. Wenn Du mit der Einkehr von vorneherein planst, solltest Du bezüglich der Ruhetage und Öffnungszeiten auch sichergehen. Manche Einkehrbetriebe verlangen eine vorherige Anmeldung! Im Zweifel hast Du ja Deinen Energieriegel im Rucksack, holst die Möhre heraus oder teilst Dir mit Wanderfreunden das letzte Butterbrot. Wie heißt es so schön: Not macht erfinderisch und Improvisation ist immer erlebnissteigernd. Blick auf die Burg Hohenzollern vom Zeller Horn auf dem Traufgang Zollernburg-Panorama Traufgänge-Region Albstadt (Schwäbische Alb) © PremiumWanderWelt Albstadt Tourismus PremiumWanderWelten 19