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Baden-Württemberg – Wandermagazin 208

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REGIOPANORAMA RHÖN

REGIOPANORAMA RHÖN BADEN-WÜRTTEMBERG AUF KULTUR- SCHATZSUCHE IN HOHENLOHE DASS HOHENLOHE EIN REIZVOLLES WANDERPARADIES IST, WISSEN EINIGE. ABER AUCH, DASS SICH HIER BEEIN- DRUCKENDE KULTURSCHÄTZE VERSTECKEN? BEI TOUREN DURCH DIE REGION KÖNNEN WANDERER IHNEN NACH- SPÜREN UND KULTURELLE KLEINODE ENTDECKEN, DIE SIE SO BESTIMMT NOCH NICHT KANNTEN. Großes Bild: Träumerisch liegt die Kapelle St. Wendel zum Stein bei Dörzbach Bild rechts: Die steinerne Rückwand der von einem Eremiten erbauten Wallfahrtskapelle Das Ingelfinger Fass ist Weinbaumuseum und Ausflugsziel © alle Fotos: Touristikgemeinschaft Hohenlohe e.V. Geprägt von gleich drei Flusstälern Kocher, Jagst und Ohrn heißen sie finden Wanderer in Hohenlohe im Nordosten Baden-Württembergs ein reizvolles Wanderparadies. Burgen, Schlösser, Kirchen und kleine Kapellen prägen die Landschaft. Der Name „Hohenlohe“ geht auf das dynastische Geschlecht der „Hohenloher“ zurück, das seit 1153 mit der Region verbunden ist. Bei so viel Adel wundert es nicht, dass es besonders Kulturschätze sind, die die Umgebung um Hohenlohe so unverwechselbar machen. DAS VERMÄCHTNIS DER „HOHENLOHER“ So kommen Wanderer auf der rund 19 km langen Tour „Ein Gipsapostel und ein lachender Philosoph“ dem Schloss Kupferzell ganz nah. Besichtigen kann man die ehemalige Residenz der Fürsten zu Hohenlohe nicht, doch dafür lädt der historische Schlosspark zu einem Spaziergang ein. Eintauchen in die Geschichte der „Hohenloher“ können Wanderer auf der 13 km langen Route „Auf Weizsäckers und Goethes Spuren“. Dort treffen sie u. a. auf das Renaissance-Schloss Neuenstein, das nicht nur mit seinem eindrucksvollen Bau fasziniert, sondern zugleich als Museum gesammelte Schätze des Fürstenhauses zeigt. IN DIE STILLE DER NATUR Auch die „Pfade der Stille“ führen zu kulturellen Besonderheiten. Ruhe und Besinnlichkeit stehen dabei im Fokus. So nimmt der 11 km lange Pfad der Stille bei Dörzbach Wanderer mit ins Jagsttal zur Kapelle St. Wendel zum Stein. Das Besondere: Die Rückwand der mehr als 500 Jahre alten Kapelle ist ein 30 m hoher Tuffsteinfelsen. Auch der 28 km lange Pfad der Stille bei Mulfingen hält ein hochbetagtes Highlight bereit. Neben der Kirche in Hollenbach steht eine 1000-jährige Linde, eine der ältesten im süddeutschen Raum. Noch weiter zurück in die Vergangenheit gelangen Wanderer auf der 15 km langen Tour „Von der Höhe zum Kochertal“ bei Ingelfingen; und zwar geologisch gesehen, denn die Weinberge im Kochertal sind von Muschelkalk geprägt. Aufgeschüttet zu Steinriegeln, verleihen sie den Weinbergen ihr besonderes Aussehen. Wie der Wein eines solchen Muschelkalk-Weinbergs schmeckt, können Wanderer bei der Weinkellerei Hohenlohe und den Weingütern probieren. Ursprünglich geht es schließlich auf dem Natura Trail im mittleren Jagsttal zu. Die 9 km lange Runde führt entlang der Jagst zu bemerkenswerten Naturschutzgebieten. (ag) WWW.HOHENLOHE.DE 16 WANDERMAGAZIN Herbst 2020

Wer kommt bei diesem Anblick nicht ins Träumen? WANDERN WIE IM MÄRCHEN! DER HOTZENWALD DAS KLINGT GERADEZU NACH MÄRCHEN. UND TATSÄCHLICH KÖNNTE DIE VERWUNSCHENE REGION IM SCHWARZ- WALD MIT IHREM ALPENPANORAMA, DEN SANFTEN HÜGELN UND STILLEN FLUSSTÄLERN DER SCHAUPLATZ MANCH FANTASTISCHER GESCHICHTE SEIN. Wer auf der Suche nach einsamen Stunden in der Natur ist, sich nach Stille sehnt oder einmal in einem ursprünglichen Dorf Urlaub machen möchte, der sollte in den Hotzenwald fahren. Im südlichen Südschwarzwald, unmittelbar an der Grenze zur Schweiz und zu Frankreich, liegt dieses Fleckchen unberührter Natur. In der Ferne locken die Alpen, in der Nähe friedliche Wälder. Der Hotzenwald lässt sich ganz wunderbar bei entspannten Wanderungen erkunden. Ob Wiesen, Moorlandschaften, Museen oder hiesige Anbieter hausgemachter Spezialitäten: All das sind Höhepunkte, die einen Wandertag im Hotzenwald bereichern. VERWUNSCHENE PFADE Eine der Wanderungen durch den Hotzenwald ist die 12,8 km lange Runde „Wild rauscht der Wasserfall“ bei Rickenbach. Es geht durch das wildromantische Hauensteiner Murgtal mit seinen Felsentunneln, vorbei am Wasserfall Strahlbrusch und hoch hinaus auf die Burgruine Wieladingen, die auf einem Felssporn über dem Murgtal thront. Der Aufstieg wird mit einem Panoramablick über das Murgtal belohnt, bei gutem Wetter reicht die Sicht sogar bis zur Schweizer Alpenkette. Unverfälschte Natur kann erleben, wer sich bei Herrischried vom Steinernen Kreuz zum Krai-Woog-Gumpen auf Schusters Rappen begibt. Diese etwa 12 km lange Rundwanderung führt vom aussichtsreichen Steinernen Kreuz ins Schwarzenbächletal, wo sich mit dem Krai-Woog-Gumpen ein echtes geographisches Highlight befindet. Der kleine Wasserfall, der auch als Gletschermühle bezeichnet wird, lädt an besonders warmen Tagen dazu ein, sich im kühlen dunklen Wasser zu erfrischen. Märchenhaft! (ag) WWW.HOTZENWALD-SCHWARZWALD.DE © Alle Fotos: Hotzenwald Tourismus GmbH Blick von der Burgruine Wieladingen Ein verwunschenes Fleckchen im Hotzenwald www.wandermagazin.de 17