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Donau-Ries – Wandermagazin 193

Land der drei Gesichter. Der kreisrunde Riesenkrater des Nördlinger Ries ist nur ein Gesicht des Ferienlands Donau-Ries, der Hügelteppich zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb ist das zweite, das dritte tritt mit den Flüssen Donau und Lech zutage. Mit 6 Tourentipps.

REGIOPANORAMA |

REGIOPANORAMA | Donau-Ries Der abendliche Türmerruf „So G‘sell so“ vom 90 m hohen Daniel, das ist der Glockenturm der Nördlinger St. Georgskirche, hat Tradition. An 365 Tagen kann man den Turm, der zwischen 1450 und 1490 erbaut wurde und 1537 nach einem Blitzeinschlag den noch heute sichtbaren Turmabschluss erhielt, auch besteigen. Der Blick über die 2,7 km lange, begehbare Stadtmauer, die fünf Stadttore, elf Türme und den Rieskrater ist famos. Sehenswert und einladend: Die neun Städte im Ferienland Donau-Ries Magie alter Städte Oben: Sonnenuntergang Donauwörth Foto: Helmut Gentner Großes Bild: Marktplatz in Oettingen Foto: Elisabeth Birzele Kleine Bilder von oben nach unten: Bahnhof Nördlingen Foto: Wolfgang Weichenmeier Suevitarchitektur Foto: Florian Trykowski Monheim Foto: Elisabeth Birzele Marktplatz und Rathaus Bopfingen bei Nacht Foto: Andreas Meier Dem entdeckungsfreudigen Gast von heute stellt sich allerdings die Frage, wo die magische Anziehungskraft am stärksten ist. Vielleicht in Nördlingen, diesem romantischen Altstadttraum mit mittelalterlichem Flair. Der Lockruf der Riesstädte Am Nördlinger Hafenmarkt, umgeben von stattlichen Häusern, wird die Geschichte des zwischen dem 14. und 16. Jh. durch den Fernhandel blühenden Messe- und Umschlagsplatzes lebendig. Man sollte sich die fünf Stadttore anschauen, etwa das Löpsinger Tor, oder die an die Stadtmauer angelehnten kleinen Häuser, die Kasarmen. Prachtvolle Fachwerkaufbauten, kunstvolle Pfostenverzierungen und der Hauch einer die Jahrhunderte unversehrt überdauerten Stadt des Mittelalters. Auch Oettingen i. Bay., Stammsitz der Grafen und späteren Fürsten zu Oettingen, lockt mit dem imposanten Fachwerkrathaus aus 1431 am Marktplatz und barocken Giebeln der gegenüberliegenden Häuser. Die alte Stadtmauer ist nahezu durchgehend erhalten und die drei Tore verleihen der Stadt an der Wörnitz den Charme einer Residenzstadt mit Noblesse. An die konfessionelle Trennung Oettingens erinnern heute noch die Barockhäuser (protestantisch) und die schönen Fachwerkhäuser (katholisch). Vom Glanz der Wallfahrt Neben der eindrucksvollen Erscheinung der katholischen St. Emmeramskirche in Wemding mit ihren beiden eindrucksvollen Kirchtürmen begeistert vor allen Dingen die Innenausstattung. Der barocke Hochaltar aus den Jahren 1630 bis 1633 stammt vom Donauwörther Bildhauermeister Augustin Manasser. Ein besonderer Anziehungspunkt, die katholische Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein vor den Toren der Stadt, wurde von Papst Johannes Paul II. 1998 zur Basilika minor erhoben. In Monheim, das einladende Zentrum der Monheimer Alb, pilgerten vom 9. Jh. bis zum 11. Jh. die Gläubigen zu tausenden aus Deutschland und den angrenzenden Ländern zum Benediktinerinnenkloster St. Walburga mit den kostbaren Reliquien der hl. Walburga. Die liebenswerte Stadt mit historischem Stadtkern kann auf eine große Vergangenheit zurückblicken. Brücken schlagen Der Schlusspunkt des über 500 km langen Frankenweges liegt in der malerischen Altstadt von Harburg, der Burgstadt an der Wörnitz. 1251 hatte Harburg Stadtrechte und die eindrucksvolle Steinbogenbrücke über die Wörnitz stammt aus dem 18. Jh. Den

weltlichen Mittelpunkt der kleinen Stadt bildet das aus dem 15. Jh. stammende Rathaus. Das klerikale Gegenstück, die evangelische St. Barbara-Kirche, liegt gleich in der Nähe. Als Brückenstadt hat sich Donauwörth an der Donau einen Namen gemacht. Berühmt ist die Stadt an historischen Altstraßen u.a. durch das Käthe-Kruse-Puppenmuseum und der Mündung der Wörnitz in die Donau. Was man nicht sieht, jedoch hören kann, ist das Geläut der „Pummerin“, eine der fünf Glocken im Liebfrauenmünster, einer dreischiffigen, gotischen Backstein-Hallenkirche. Hier ließ der Wittelsbacher Herzog Heinrich II. seine Gemahlin Maria von Brabant des Ehebruchs für schuldig befinden und dem Scharfrichter zuführen. Keltensitz, Tillystadt & Schlachtgetümmel Auch die Kelten haben im Ferienland Donau-Ries ihre Spuren hinterlassen. Sie gaben der Wörnitz vermutlich ihren Namen, der so viel wie „die sich Krümmende, Windende“ bedeutet. Auf dem Ipf bei Bopfingen bauten sie im 6. Jh. vor Chr. einen bedeutenden Fürstensitz. Eine rekonstruierte keltische Mauer, ein Versammlungshaus und ein archäologischer Rundwanderweg liefern tiefe Einblicke. Ebenso bedeutend waren auch die Schlachten bei Höchstadt an der Donau im Rahmen des Spanischen Erbfolgekrieges 1703 und 1704. Das zweite Aufeinandertreffen der Kombatanten 1704 kostete 40.000 Menschenleben. In zwei sehenswerten Dioramen mit rund 9.000 Zinnsoldaten im Höchstädter Heimatmuseum wurde die weltberühmte Schlacht nachgestellt. Bereits 1632 fand am strategisch wichtigen Lechübergang bei Rain die Schlacht zwischen dem Grafen von Tilly, dem alten Haudegen der kaiserlich-bayerischen Armee, und dem Schwedenkönig Gustav Adolf, statt. Für Tilly endete sie tödlich. Rain ist heute als romantische Blumenstadt bekannt, die Schlacht indes machte sie zu einem Meilenstein in der Geschichte. Wer kann sich der Magie dieser sagenhaften Städte entziehen? (ms) TIPP Serienweise Höhepunkte Jährlich im Juni oder Juli gibt es in Donauwörth (historisch Schwäbisch Werd) wechselnde Veranstaltungen, darunter der Schwäbischwerder Kindertag, das Fischerstechen oder das Reichsstraßenfest. Den größten ostwürttembergischen Jahrmarkt gibt es Anfang Juli in Bopfingen. Berühmt sind in Harburg im Mai die Veranstaltung Kunst im Park oder im Juli das Brückenfest. In Nördlingen feiert man im Mai das historische Stabenfest. Das größte Volksfest Nordschwabens steigt immer in der 2. Woche nach Pfingsten und Ende Juli gibt es das Scharlachrennen. Sehens- und hörenswert sind die Oettinger Residenzkonzerte von Mai bis Oktober, in diesem Jahr ergänzt durch die Oettinger Musiktage von Juni bis Juli. www.wandermagazin.de