Specials

Europas Schönste Wanderwege 2019
Deutschlands Schönste Wanderwege 2019
Österreichs Schönste Wanderwege 2019
Die schönsten Radwege 2019
Siegerland-Wittgenstein – Waldmeer & QuellenReich

RegioPanorama

Die Rhön – Wandermagazin 204
Best of Wandern – Wandermagazin 204
Thüringer Wald – Wandermagazin 203
Kraichgau-Stromberg – Wandermagazin 202
Best of Wandern – Wandermagazin 200
Ruhrgebiet – Wandermagazin 200
Nürberger Land – Wandermagazin 199
Vogesen – Wandermagazin 199
Altmühltal – Wandermagazin 199
Spessart – Wandermagazin 198
Kraichgau-Stromberg – Wandermagazin 202
Die Schwäbische Alb – Wandermagazin 197
Mecklenburg-Vorpommern – Wandermagazin 196
Bayern – Wandermagazin 195
Donau-Ries – Wandermagazin 193
Die Rhön – Wandermagazin 192
Thüringer Wald – Wandermagazin 191
Sauerland – Wandermagazin 190

PocketGuides

MesseGuide zu TourNatur-2019
Lust auf ’ne Runde – Wandern in Bad Schwalbach
Sulzbacher Bergland – Wandermagazin 198
GPS-Navigation und Technik beim Wandern
Die schönsten Wandertouren in Brandenburg
Aufrufe
vor 1 Monat

Belgische Ardennen – Wandermagazin 194

  • Text
  • Wandern
  • Regiopanorama
  • Wanderung
  • Ourthe
  • Hohen
  • Venn
  • Dinant
  • Belgische
  • Ketz
  • Dominik
  • Ardennen

REGIOPANORAMA |

REGIOPANORAMA | Belgische Ardennen Genießen auf wallonisch ... Hohes Venn Ich gehöre zu den Genusswanderern. Die Belohnung nach einer belebenden und eindrucksvollen Wanderung, einer Kayakwanderung oder einer rundum entdeckungsreichen Radtour, die muss sein. Besonders freue ich mich über Köstlichkeiten aus regionaler Küche, nach heimischen Rezepten und einer Zubereitung, die Hingabe und Befähigung beweist. Sagen wir so, ich liebe den Ganzkörperspaß. Anmachendes für das Auge, die Ohren, die Nase und die Füße. Eine dezente und unaufdringliche Orientierung bei der Aktivität von Überraschung zu Überraschung und ein dicht gewebtes Netz der Gelegenheiten für Leib und Magen. Die Wallonie gehört dann gewiss in die Premier League. Ganz im Süden wanderte ich im Tal der Semois, eine Mäanderkünstlerin, die jeden Western-Cowboy beim Schlingenwerfen in den Schatten stellt. Die Wanderung zum Kloster Orval mit Klosterbesichtigung und Brauereiverkostung unvergessen. Von Vêves wanderte ich mit meinem Freund Ingo zum Landschaftspark Furfooz über der Lesse. Als wir von dem steilen Fels auf die Kayakwanderer tief unten blickten, ihr Lachen zu uns heraufdrang, war klar: Das machen wir auch. Wahnsinniger Perspektivenwechsel, wenn man langsam auf dem Fluss dahingleitet und vom Wasserhorizont hinauf auf Schloss Walzin blickt. Wenige Tage später wiederholten wir den Wasserwanderspaß auf der Ourthe bei La Roche-en-Ardenne. In den Herbstferien radelte ich mit meinem Sohn von Aachen kommend auf der Vennbahnroute bis St. Vith. Genial einfaches Radeln dank der geringen Steigung, geniale Geschichten und eine überwältigende Vennlandschaft. Dagegen war die Tour rund um die ehrwürdige Zisterzienserabtei von Val-Dieu nachgerade spirituell. Wo bin ich? Auf mich wirkte die Landschaft ganz und gar englisch. Sanfte Hügel mit Wiesen und Weiden, mannshohe Hecken strukturieren den Blick. Ich wanderte im Tal der Feen, von Durbuy hinauf nach Wéris. Gerne denke ich an die Wanderung von Spa hinauf ins Moor de Malchamps. Die Radtour mit dem E-Bike auf der alten Bahntrasse durch das Herver Land, auch das ein Erlebnistag für den ganzen Menschen. Man nehme sich Zeit, genieße diese teils wilde, teils weiche Landschaft mit allen Sinnen und darf gewiss sein, der nächste Gaumenspaß ist bestimmt in der Nähe. (ms) Alles im Blick das Hohe Venn eignet sich bestens zur Tierbeobachtung Foto: Dominik Ketz

Überraschend wild! Das Ursprüngliche und Wilde überzeugt oft als monumentales, reliefprägendes und dramatisches Bühnenstück der Natur. Davon gibt es im wallonischen Belgien, gerade im Osten und Süden, erstaunlich eindrückliche Beispiele. Der riesige Hochmoorschwamm des Hohen Venn gehört dazu. Die Schluchten von Lesse und Ourthe, die Kalksandsteinmassive entlang des Ardennendurchbruchs der Maas zum Beispiel. Getoppt wird diese Häufung verblüffender Ursprünglichkeit noch durch den Blick durch das Brennglas der Biotope. Die Hecken im Herverland beherbergen eine überbordende Artenvielfalt. Insekten, Käfer und vor allen Dingen Singvögel. Das Torfmoos im Hohen Venn ist ein unglaublicher Überlebenskünstler, speichert das Dreifache seines Gewichtes und lässt das Hochmoor wachsen. Das Wasser der Ourthe, der Lesse oder Maas zum Beispiel, wie beharrlich bearbeitet das ewig strömende Nass die meterhohen Gesteinspakete der Ardennen? Der schwarze Marmor von Dinant etwa, welcher physikalischen und chemischen Vorgänge bedarf es dazu? Reiches Erbe glanzvolle Erbstücke Der Südosten der Wallonie ist reich an Kulturgeschichte und Zeugnissen aus über 5.000 Jahren. Die Wirren zweier Weltkriege haben die Wallonie hart getroffen. Das Massaker von Dinant 1914 galt belgischen Freischärlern. 30 Jahre später kämpften die alliierten Truppen die große Ardennenoffensive der deutschen Wehrmacht an der Westfront nieder. In La Roche-en-Ardenne lädt das Musée de la Bataille des Ardennes ebenso wie das Bastogne War Museum zur Auffrischung geschichtlicher Kenntnisse ein. Meist geht es in der Wallonie jedoch fröhlich zu, etwa, wenn in Herve, Stavelot oder Malmedy ausgiebig Karneval mit Straßenumzug gefeiert wird oder während des jährlich wiederkehrenden Saxophon- Festivals in Dinant. Aber auch der Glaube charakterisiert die Wallonie. So führen etwa zwei alte Jakobspilgerwege durch den Osten des Landes: Die Via Mosana und die Via Gallia Belgica. Erstere führt von Aachen über Lüttich zur belgisch-französischen Grenze. Das Kloster Val-Dieu ist zum Beispiel Pilgerstation auf dem Weg. Die Via Gallia Belgica verbindet Aachen schließlich mit Brüssel und Paris. Jetzt neu: Neuauflage des Pocket-Guides „Belgische Ardennen“ Lukulls Freude: Handwerklich, traditionell, regional Den Wallonen sagt man nicht umsonst eine große Portion Nachbarschaftsliebe nach. Dazu gehört die französische Lebensart. Sie geht bekanntlich durch den Magen. Natürlich essen die Augen mit und vor allen Dingen ist eines wichtig: Eine gehörige Portion Zeit! Was auffällt, ist die große Bedeutung der regionalen Vermarktung. Auf den grünen Märkten gibt es Frisches von den Ställen, von den Äckern, aus Wasser und Wald der nahen Umgebung. Fang-, schlacht- oder erntefrisch hat höchste Priorität, daher versorgt man sich bei den umliegenden Bauern. Kurze Wege, frische Ware. Handwerkliche Lebensmittelherstellung hat hier Tradition. Der Wallone zieht Käse, Bier, Wurst, Fleisch und die geliebten Pommes Frites aus handwerklicher Produktion jeder industriellen Massenfertigung vor. Dabei legt er Wert auf die traditionellen Zubereitungstechniken seiner Region, auf den gewissen Pfiff und die Raffinesse. Gekocht wird zu Hause und in den Restaurants gerne nach traditionellen Rezepten mit der gekonnten Verfeinerung der Nouvelle Cuisine und vor allen Dingen, zubereitet für das Auge. Das Auge isst ja bekanntlich mit! 72 Seiten mit 26 traumhaften Wanderungen (liegt einer Teilauflage dieser Ausgabe bei) Kostenlos bestellen unter: info@belgien-tourismus.de © WBT - Dominik Ketz Foto: WBT-Denis Erroyaux INFO Belgien-Tourismus Wallonie Stolkgasse 25 50667 Köln info@belgien-tourismus.de www.belgien-tourismus.de Wandertouren in den Ardennen Pocket-Guide: 26 traumhafte Touren in Südbelgien 01-07_pg_belgien_SP_2017.indd 1 15.03.17 10:42 WBTPRD0024_COVER_belgien_2017.indd 1 21/02/17 09:12 1 www.wandermagazin.de