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Belgische Ardennen – Wandermagazin 194

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REGIOPANORAMA |

REGIOPANORAMA | Belgische Ardennen Sonnenaufgang im Hohen Venn. Erste gleißende Sonnenstrahlen fingern über Hochmoore, Glockenheiden, Hainsimsen-Buchenwälder, Eichen-Birkenwälder mit Stieleiche, Zitterpappel, Salweide und Erlen-Birkenwälder mit Moorbirke, Rohrweide und Erle. Nebelkaskaden steigen aus den Moorflächen auf. Alte und neue Wildnis in feuerrote Farben getaucht. Das Hohe Venn auf dem Massiv von Stavelot wölbt sich sanft wie ein Uhrglas. An den Horizonten verschwimmen die Grenzen von Himmel und Erde. Wunderbar! Alte Wildnis, Hochgenuss, tiefe Schluchten das Hohe Venn Vom Birkhuhn zur Bimmelbahn Im 1957 unter Naturschutz gestellten Hohen Venn, Belgiens Schwamm, Wasserspeicher und grüner Helm im Osten des Landes, an den Grenzen von Niederlande, Deutschland und Luxemburg gelegen, gibt es letzte alte Wildnisse. Sie sind 10.000 Jahre und älter. Hochmoorareale als Fenster in die Urzeit. Rar, kostbar und lebendig Die letzten Birkhuhnbestände Belgiens überleben im Venn. Zu den Tanzeinlagen der Hähne in den Morgenstunden gibt es viel Anschauungsmaterial in den Naturparkzentren Botrange und Ternell. Die fünf Talsperren des Venn bändigen den Wasserreichtum. Dort wo die Vennbäche das Hochmoorplateau verlassen, stürzen sie sich tosend und brausend in bizarren Schluchten ins Tal. Ab dem 7. Jh. rodete der Mensch den Wald für die Kuh-, Schafs- und Ochsenweide und torfte das braune Gold als Brennmaterial ab. Grenzland war dieser gigantische Moorhelm schon immer. Grenzsteine von 1755 erinnern an die österreichischen Eigentümer. Preußen und Niederländer, Belgier und Preußen, die Herzöge von Luxemburg und

Limburg, die Fürstäbte von Stavelot-Malmedy die alten Grenzsteine erzählen viel bei näherem Hinschauen. Das gilt auch für die zahlreichen Vennkreuze. Erst recht beleuchten die ab dem 16 Jh. gegründeten Vennherbergen wie Baraque Michel, Mont Rigi, Peterhaus oder die Herberge Sourbroit Venngeschichte. Jahre des Wohlstands Segen für Radler 1872 begannen die Preußen mit dem Bau der Vennbahn zwischen den Aachener Kohlerevieren und den Erzlagerstätten in Luxemburg. Kaum vorstellbar, am Bahnhof von Sourbrodt oder St. Vith lagen einst bis zu 20 Gleise nebeneinander. Kreuzten die dampfbetriebenen Züge eine Straße, so wurde laut und vernehmlich gebimmelt. In den Venndörfern siedelten sich in der Folge immer mehr Menschen an. Der zunehmende Güterverkehr auf den Straßen und der Niedergang der Schwerindustrie brachte auch die Vennbahn zwischen Aachen und Troisvierges zum Erliegen, und 2001 wurde sogar der Museumsbahnbetrieb eingestellt. Die heutige Vennbahn ist eine 125 km lange Paradestrecke für bequemes Radeln im Mittelgebirge. Entlang der steigungsarmen Strecke werden wundervolle Geschichten erzählt. Schmugglergeschichten zum Beispiel. Etwa, dass lange Zeit selbst der ungeborene Katzennachwuchs schon ungeduldige Abnehmer fand. Die Schmuggler ließen bei Begegnungen mit Zöllnern die Katzen aus dem Sack. Die Zollhunde folgten ihrem tierischen Instinkt und die Schmuggler suchten unerkannt das Weite ... (ms) Fotos linke Seite: Der Weg führt trockenen Fußes über Holzstege durch das Hohe Venn Foto: Dominik Ketz Mont Rigi im Hohen Venn Foto: Dominik Ketz Fotos rechte Seite: Die Baraque Michel lädt nach der Vennwanderung zu einer ausgiebigen Einkehr ein Foto: Dominik Ketz Kleine Stärkung nach der Tour - mit typischen regionalen Produkten Foto: WBT-David Samyn Kurze Rast auf der Vennbahn-Tour durch das Hohe Venn Foto: Dominik Ketz START/ ZIEL Parkplatz an der Ferme Libert, Route de la Ferme Libert 33, B-4960 Malmedy 600 450 300 m km 1 2 3 4 ERLEBNISPROFIL 5 6 7 8 9 2 Wildbach, Wildheidelbeeren am Rande des Baches, mystische Vennlandschaft Wildgehege am Ende der Wanderung Foto: Wandermagazin, N. Glatter Durchs Trôs-Marets-Tal bei Malmedy Auf Bergpfaden am Fuße des Hohen Venns Rundwanderung • 8,7 km • Gehzeit: ca. 3 Std. Höhenmeter: p 228 m q 227 m Schwierigkeitsgrad: Eine kurze aber sehr reizvolle und stellenweise anspruchsvolle Wanderung am Fuße des Hohen Venns. Der Abschnitt durch das Trôs-Marets- Schluchttal ist im Herbst und Frühjahr besonders abenteuerlich und beeindruckend. Zu den Highlights dieser Tour gehören der schäumende Wildbach Trôs-Marets mit seinem rot schimmernden Wasser, der felsige und von Wildheidelbeersträuchern gesäumte Pfad direkt am rauschenden Bach entlang und das Moorgebiet mit seinen Bohlenwegen. Am Ende wartet die Ferme Libert für die verdiente Einkehr bei deftigen Gerichten oder ganz besonderen Waffeln. AN-/ABREISE PKW: Ferme Libert, Route de la Ferme Libert 33, B-4960 Malmedy ÖPNV: Bahn bis Verviers, dann Bus bis Malmedy. Von dort zu Fuß zur Ferme Libert (ca. 30 Min.) oder von Malmedy mit dem Bus nach Bévercé (Haltestelle Trôs-Marets). PARKEN: Parkplatz an der Ferme Libert, Route de la Ferme Libert 33, B-4960 Malmedy TIPP DES AUTORS Nach der Wanderung lädt die Ferme Libert zur Einkehr. Wildspezialitäten und Waffeln mit besonderen Toppings sollte man unbedingt probieren. Später kann man in Malmedy an der Place Albert I. ein regionales Bier trinken. INFO Haus des Tourismus in Malmedy Place Albert 1er, 29a B-4960 Malmedy Tel. 32 (0)80 33 02 50 info@eastbelgium.com www.belgien-tourismus.de www.wandermagazin.de