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REGIOPANORAMA |

REGIOPANORAMA | Belgische Ardennen Fantastisch! Der Blick aus 265 m Höhe über das Herver Land vom Croix du Bois del Fièsse bei Charneux gehört in die Kategorie Gänsehautfeeling. Unter dem 15 m hohen weißen Kreuz, gutmütig beäugt von rund drei Dutzend schwarzweißen Kühen, genieße ich die umfassende Aussicht. Dort drüben der 50 m hohe Baudouinturm im Dreiländereck, dort Aubel, im Süden Battice und Herve, unter mir Charneux und Froidthier. Ein Land wie ein welliger Perserteppich, weiche Linien, schwingende Formen. Beeindruckend. Herver Land Schlemmen mit Gottes Segen Wo Milch und Cidre fließen Du musst unbedingt den Markt von Aubel besuchen, hatte mir eine Bekannte empfohlen. Sonntags und dienstags findet dieser weit über die Grenzen hinaus bekannte und um 1630 erstmals urkundlich erwähnte Markt statt. Köstliches aus Handwerk und Landwirtschaft Die Auslagen der Gemüsestände leuchten im ersten Sonnenlicht. Ein Händler preist seine „Quiche artisanale“ lautstark an. In einem der Käsestände sehe ich Rambol, Roulé, duftenden Brie, würzigen Parmesan und natürlich diesen rötlich schimmernden, würzigen Herver Käse. Er ist das kulinarische Aushängeschild der Region, einer 150 bis knapp 300 m hohen Hochebene, in der jene Bakterien ihre Heimat haben, die der cremigen Konsistenz die weltweit unverwechselbare Note verleihen. Gleich nebenan bietet ein Händler Butter aus Aubel an. Ein Bäcker lässt mich von seinem

kräftigen Roggenbrot probieren. Andere Markthändler bieten den für die Region berühmten Sirup aus Äpfeln und Birnen an. Cidre aus eigener Herstellung, Süßigkeiten von unendlich filigraner Beschaffenheit wer bis jetzt keinen Hunger hatte, hier kann man nur schwer an sich halten. Vom Tal des Teufels zum Gottestal Von Aubel ist es nicht weit ins Val-Dieu, das Tal Gottes mit der gleichnamigen Abtei. Die Geschichte der Zisterzienserabtei reicht ins Jahr 1216 zurück. Damals einigten sich der Graf von Dalheim und der Herzog von Limburg darauf, die ewigen Grenzstreitigkeiten an der beschaulichen Berwinne ruhen zu lassen und riefen die Zisterzienser ins Land. Sie sollten das Tal des Teufels samt Umland in blühende Ländereien verwandeln. Ein Tal Gottes also. Papst Pius XII. erhob die 4 x zerstörte und zuletzt 1880 wieder aufgebaute Abteikirche 1946 zur Basilika Minor. Dass die Braukünste der Mönche ihre Ursache in der dringend benötigten Nahrungsergänzung für das fleisch- und freudlos karge Klosteressen hatten, war mir neu. Es gab nur eine Mahlzeit am Tag. Kein Wunder, dass die Hälfte aller Führungen durch Abteikirche, Kloster und den Park auch durch die Brauerei führen. Dass sich das lohnt, beweist die beliebte Verkostung der vier obergärigen Biere mit zusätzlicher Flaschengärung. In der kleinen Abteibrauerei wurden 2016 15.000 Hektoliter der süffigen Val-Dieu-Biere gebraut. Wer Glück hat, begegnet vielleicht der 36 Jahre jungen Braumeisterin Virginie Harzé. Na denn Prost! (ms) Fotos linke Seite: Das Herver Land bei Clermont Foto: MT Pays de Herve, Andre Servaty Regionale Köstlichkeiten aus dem Herver Land Foto: Pays de Herve Fotos rechte Seite: Familienpicknick mit regionalen Spezialitäten Foto: WBT, David Samyn Vielfältige Auswahl regionaler Käsespezialitäten Foto: WBT- Emmanuel Mathez Gartenkultur des Klosters Val-Dieu Foto: Dominik Ketz Foto: Dominik Ketz Wanderung um die Abtei von Val-Dieu Vom Tal des Teufels zum Tal Gottes Rundwanderung • 10 km • Gehzeit: 3-4 Std. Höhenmeter: p 147 m q 133 m Schwierigkeitsgrad: Die Abtei „Notre Dame du Val-Dieu“ im Herzen des Herver Landes ist ein Kloster des Zisterzienserordens und Ausgangspunkt für diese rund 10 km lange Wanderung, die sich aus zwei regionalen Rundwegen zusammensetzt. Entlang der Wanderung wechseln sich Hecken, Hohlwege und Weideflächen mit kleinen Waldstücken und urigen Dörfern und Gehöften ab. Die Abtei wurde 1216 von Zisterziensermönchen im Tal der Berwinne, das damals den Namen „Teufelstal” trug, gegründet. Um dem schlechten Omen entgegenzuwirken, nannten sie die Abtei und das Tal fortan Val- Dieu das Tal Gottes. 300 150 Saint-Jean-Sart 0 m km 1 2 3 4 5 6 7 8 9 INFO Maison du Tourisme du Pays de Herve Place de la Gare 1 B-4650 Herve Tel. 0032(0) 87-69 31 70 info@paysdeherve.be www.paysdeherve.be www.abbaye-du-val-dieu.be www.belgien-tourismus.de ERLEBNISPROFIL Herver Land, das u. a. durch zahlreiche Apfel-Plantagen gekennzeichnet ist. Die Abtei von Val-Dieu mit Klosterklause und dem Restaurant in der benachbarten Mühle. START/ ZIEL Wanderparkplatz an der Abei von Val-Dieu, Val- Dieu 227, 4880 Aubel AN-/ABREISE PKW: Val-Dieu 227, 4880 Aubel ÖPNV: Bahn bis Welkenraedt, Bus 139 Welkenraedt-Aubel-Visé nach Saint-Jean-Sart Kirche (alternativer Start); beste Anreisemöglichkeit ist das Auto. PARKEN: Wanderparkplatz an der Abei von Val-Dieu, Val-Dieu 227, 4880 Aubel TIPP DES AUTORS Das Bierbrauen wird in der Abtei Val-Dieu seit 1997 wieder nach hist. Vorbild praktiziert. Das obergärige Abteibier wird nicht pasteurisiert und ist ohne Zusätze. Im kleinen Laden „Rameau d’Olivier“ werden neben dem hauseigenen Bier weitere Klosterprodukte und regionale Spezialitäten verkauft www.wandermagazin.de