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Altmühltal – Wandermagazin 199

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Den Naturpark Altmühltal stellt das Wandermagazin auf 19 Seiten vor – inkl. 13 Tourentipps mit Karten, Höhenprofilen, Wegbeschreibungen und Erlebnisprofilen. Staunen über die Landschaft entlang der Protagonistin – der Altmühl – mit ihren Felshängen, Auen und Aussichtsbalkonen. Neben dem Wandern Aktivitäten wie Klettern, Paddeln oder Radfahren ausprobieren. Sich an der Fülle von Denkmälern erfreuen, die dem Wanderer vielfach zur Einkehr oder Übernachtung offenstehen. Wenn Sie sich aufmachen, ins Altmühltal einzutauchen, dann nehmen Sie sich doch ein Beispiel an der Altmühl, die den Na­turpark von West nach Ost durchfließt. Schon die Kelten nann­ten sie „Alcmona“. Das bedeutet stiller oder heiliger Fluss. Je­denfalls gilt sie als langsamster Fluss Bayerns – dem geringen Fließgefälle sei Dank. Machen Sie es ihr gleich. Nehmen Sie sich die Zeit – genießen Sie die Ruhe.

REGIOPANORAMA

REGIOPANORAMA ALTMÜHLTAL EINTAUCHEN IN DIE ZEIT NATURPARK Viele von uns sehnen sich nach mehr Ruhe und nach mehr Zeit. Wir können sie nicht anhalten, aber wir können achtsam mit ihr umgehen indem wir uns bewusst machen, was vor 100, 1.000, 100.000 Jahren oder gar Jahrmillionen war und indem wir über das staunen, was die Zeit überdauert hat. Genau zu solch einer Entdeckungsreise lädt der Naturpark Altmühltal, mit rund 3.000 qkm der zweitgrößte Naturpark Deutschlands, ein. Stellen Sie sich vor, Sie wandern, wo sich vor 150 Millionen Jahren Meeresboden befand: mitten in Bayern, nicht einmal eine Autostunde von Nürnberg entfernt und vor den Toren Ingolstadts an der Donau. Hier, im Naturpark Altmühltal, lässt man sich von der Jura-Zeit inspirieren, die vor rund 200 Millionen Jahren begann und vor etwa 145 Millionen Jahren endete. Wie lange diese erdgeschichtliche Epoche her ist, ist schwer vorstellbar, doch im Naturpark Altmühltal wird sie dank der Fossilien lebendig. Hier wurde der Urvogel Archaeopteryx gefunden, der als Übergangsform von Dinosaurier und Vogel gilt. Ebenso alt ist das Gestein in den Solnhofener Steinbrüchen. Schon die Römer nutzten diese Plattenkalke als Schmuck für Wände und Böden in ihren Thermen. Zudem gelten die „Solnhofner Plattenkalke“ als bedeutendste Fossilienlagerstätten der Welt. Am Blumenberg bei Eichstätt, in Schamhaupten, Titting, Solnhofen und Mühlheim bei Mörnsheim schwingen Besucher selbst den Hammer und legen mit etwas Glück ein versteinertes Relikt der Jurazeit frei. Bei Solnhofen ragt die Felsgruppe „12 Apostel“ nahezu senkrecht über dem Ufer der Altmühl. Wenn man sich klarmacht, dass diese Giganten vor Jahrmillionen aus dem Boden des Urmittelmeeres ragten und heute mitten in der Landschaft stehen, dann wird Zeit relativ. Wie gut es tut, das zuzulassen. Neandertaler, Kelten, Römer, Menschen des frühen Mittelalters von ihnen allen gibt es Spuren im Naturpark Altmühltal, die sich beim Wandern direkt entdecken lassen oder in den zahlreichen Museen und Infozentren ausgestellt und erklärt werden. KLEINE SCHATZSUCHER IM FOSSILIENSTEINBRUCH AM BLUMENBERG BEI EICHSTÄTT © Tourismusverband Naturpark Altmühltal, Andreas Hub

ALTMÜHLTAL Das Informationszentrum Naturpark Altmühltal in Eichstätt z. B. ist so eines. Es spricht alle Sinne an, zeigt Hintergründe auf, stellt Zusammenhänge her und das in jeder Hinsicht Natur, Kultur, Erdgeschichte. Wenn Sie sich aufmachen, ins Altmühltal einzutauchen, dann nehmen Sie sich doch ein Beispiel an der Altmühl, die den Naturpark von West nach Ost durchfließt. Schon die Kelten nannten sie „Alcmona“. Das bedeutet stiller oder heiliger Fluss. Jedenfalls gilt sie als langsamster Fluss Bayerns dem geringen Fließgefälle sei Dank. Machen Sie es ihr gleich. Nehmen Sie sich die Zeit genießen Sie die Ruhe. (ae) Info: www.naturpark-altmuehltal.de SCHATZ- KISTEN PERSPEKTIVEN- WECHSEL DENKMAL- SIEGEL Blick ins Tal bei Arnsberg, © TV NP Altmühltal Bootsrastplatz © TV NP Altmühltal, S. Stiphout Hotel Schloss Eggersberg © TV NP Altmühltal DIE NATUR IM ALTMÜHLTAL UND IN DEN SEITENTÄLERN Sich Zeit nehmen, den Blick auf die manchmal versteckten Schätze der Natur zu richten. Der Naturpark Altmühltal ist ein Refugium für selten gewordene Tiere und Pflanzen. Zwischen Gunzenhausen und Treuchtlingen z. B. liegt ein bedeutendes Feuchtgebiet, in dessen Feuchtwiesen und Uferzonen viele gefährdete Vogelarten leben. Auch in den Seitentälern der Altmühl lassen sich natürliche Schätze entdecken. So z. B. im Gailachtal, wo sich der Altmühl-Zufluss zwischen artenreichen Buchen-Mischwäldern und Trockenrasen windet. Im Naturwaldreservat Goppelt darf der Wald seit Jahrzehnten sein, wie er ist, ohne dass der Mensch eingreift. Das Ergebnis: Der große Totholzanteil ist Lebensraum für Pflanzen, Pilze und Tiere geworden. All das und noch viel mehr lässt sich bei Erlebnisführungen in Augenschein nehmen. Die Umweltzentren Treuchtlingen und Eichstätt bieten ein sagenhaft umfangreiches Angebot vielfach für Kinder konzipiert. AKTIVITÄTSVIELFALT WASSER, FELSEN, RADWEGE Zeit für einen Perspektivenwechsel? Ein El Dorado für Kletterer bilden die Jurafelsen in Konstein/Aicha, Dollnstein und Prunn/Essing. Routen für geübte Kraxler gibt es ebenso wie solche für Anfänger, Kletterhallen in Eichstätt, Beilngries, Treuchtlingen und Gunzenhausen sowie Hochseilgärten in Beilngries, Pappenheim und Hammertal. Zieht es Sie auf’s Rad? Der Altmühl-Radweg zwischen Gunzenhausen und Kelheim gilt als Klassiker unter den Fernradwegen. Hinzu kommen zahlreiche weitere Fernradwege oder Tagestouren, deren Profile von „eben“ bis „anspruchsvoll“ reichen. Räder leihen kann man sich in zwölf Orten zwischen Gunzenhausen und Kelheim. Oder Sie wagen sich mal aufs Wasser. Die Altmühl ist aufgrund ihrer geringen Fließgeschwindigkeit optimal zum Paddeln, für Kanu und Kanadier. 25 Standorte von Bootsvermietungen gibt es an der Altmühl sowie zahlreiche Bootsrastplätze, teilweise mit Zeltmöglichkeit. EINKEHREN, ÜBERNACHTEN, BESICHTIGEN Zeitreisen auch beim Einkehren, Übernachten, Besichtigen. Das ermöglicht eine bemerkenswerte Initiative des Naturparks Altmühltal namens „Zu Gast im Denkmal“. Das gleichnamige Qualitätssiegel erhalten Unterkunfts- und Gastronomiebetriebe sowie andere historische Gebäude, z. B. Museen in authentischer Atmosphäre. Die Bauten müssen originalgetreu saniert sein, auf eine dokumentierte Geschichte zurückblicken und sich auch innen einem Denkmal angemessen zeigen. Derzeit tragen rund 17 Museen und Ausstellungen sowie 30 Gastgeber das Siegel. Deren Spektrum reicht vom Jurahaus über die Burg bis hin zum Barockbau, vom Bauernhof über das Hotel und die Ferienwohnung bis hin zum Kloster. (ae) www.wandermagazin.de www.wandermagazin.de